Almberg 2012 - die Geduldsprobe

... trifft es heuer wohl am besten. Das wir nicht auf das Wetter von 2011 hoffen konnten, war kurz vor dem Treffen wohl jedem schon klar. Das dennoch in beiden Nächten beobachtet werden konnte, mit Verlängerung auf Montag sogar in drei Nächten, davon ging wohl niemand aus. doch ich fange besser von vorne an.

Als ich ca. 2 Wochen vor dem Treffen auf den Almberg kam, traute ich meinen Augen nicht. Ein riesiger transparenter Lindwurm zog sich Richtung Gipfel, an dessem Ende eine nicht zu übersehende Baustelle. Da die Webcam nicht in Betrieb war, war der Anblick schon eine Überraschung für mich. Ein kurzes Gespräch mit dem Wirt der "Alpe" brachte Klärung. Der Lindwurm war ein überdachtes Förderband für die Skifahrer und das Haus an dessen Ende beherbergt künftig die neuen Toiletten für den Winterbetrieb. Als ich dann am Gipfel ankam, kam die Erleichterung. Das neue Toilettengebäude stört die Horizontsicht nicht wirklich, das Förderband stört bestenfalls ästhetisch. Aber ohne den Wintersport am Almberg hätten wir für unser Treffen auch die für uns nötige Infrastruktur nicht.

Was das Treffen selbst betrifft, so zeigte sich der Anreisetag noch sehr sonnig, aber auch extrem windig. Ein Lagerfeuer wärmte am Freitagnachmittag die ersten Besucher. Die Nacht blieb genauso windig, aber immerhin ermöglichte es das Beobachten, wenn auch mit einigem Handicap. Das Wolf seinen 80er dieses Jahr zu Hause gelassen hat und statt dessen den großen Fujinon im Gepäck hatte, war weise. Denn wer am Freitag einen Blick durch dieses Fernglas riskierte, der bemerkte schnell, dass dieses Gerät bei heftigem Wind deutlich ruhigeres Beobachten zuließ als die meisten Dobsons.

Der Samstag begann dann leider total hoffnungslos, nebelig, trüb. Das änderte sich auch tagsüber kaum, was viele Besucher in die "Alpe" oder zur "Almberghütte" trieb. Letztere hatte sogar extra eine Astrospeisekarte im Angebot ;-)
Wolf Peter Hartmann und Wolfram Russ haben uns dann am Nachmittag mit Vorträgen über Namibia, den Venustransit in Australien und den Lebensweg Kepler´s bei Laune gehalten und danach kam es zur obligatorischen Selbstbauprämierung. Pit´s pfiffiger Bino-Eigenbau musste einfach prämiert werden. Martin Birkmeier, der leider nicht dabei sein konnte, spendete dafür großzügigerweise einen künstlichen Stern aus eigener Produktion. Die Nacht begann dann nach dem Abendessen sehr vielversprechend, aber nur kurze Zeit später kamen wieder Wolken, die leider erst gegen Mitternacht verschwanden, als viele schon ans aufgeben dachten. Wer dennoch standhaft blieb, bekam zur Belohnung jedoch eine traumhafte zweite Nachthälfte.

Und wie so oft endete das Treffen mit Happy End. Am Sonntag scheinte natürlich wieder die Sonne, wie so oft, wenn ein Teleskoptreffen vorbei ist. Für einige Verlängerer hat sich das anschließende schöne Wetter dennoch gelohnt.
Mir bleibt nur, mich bei allen Besuchern für den reibungslosen Ablauf zu bedanken. Ich hoffe wir sehen uns nächstes Jahr alle wieder.

Bis dahin viele klare Nächte wünscht
Andreas und das restliche Orga-Team

P.S. Ein paar Fotos und Kommentare von Teilnehmern im Astrotreff

 
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